Dienstag, 25. August 2015

Ein dickes Ufo (unv(f)ollendetes Objekt)


Die haben vielleicht lange auf ihre Vollendung warten müssen! Arme Feen! Ich habe sie im letzten Jahr begonnen. Eigentlich sollten sie zu meiner Tochter ins Zimmer als Ersatz für ihr Babymobile und ihres sollte ... nun ja, halt ins andere Zimmer... bis dann alles anders wurde. So hatte ich wirklich keine Kraft und kein Irgendwas mehr übrig sie fertig zu machen. Also lagen sie den ganzen Winter, bis ich mir jetzt einfach mal ein Herz gefasst habe. Und heraus kam etwas ganz schönes - etwas, das mich ganz mutig macht! Es hat gedauert, bis ich den richtigen Draht gefunden hatte zu den Damen - Regenbogenfeen hatte sich meine Tochter gewünscht. Nun waren sie aber so groß, dass sie im Kinderzimmer fast zu tief runterhingen. Ich habe weiternachgedacht, mir war nur "Regenbogen" zu wenig - oben sollte was drüber - ein Thema musste her.
Da fiehl mir ein - sie sind der Regenbogen, der als kleines Wunder nach einem Gewitter zu sehen ist und damit wir es nicht vergessen: Nach jedem Regen scheint die Sonne wieder! Mit Glück ist auch ein kleiner Regenbogen als Naturspektakel zu sehen!
Dann gings plötzlich ganz schnell, die Ideen sprudelten und sie waren fertig - mit Regentopfen und Wolken und Sonne! Damit wir nicht mehr vergessen, dass nach einem trüben Gewitter die Sonne wieder scheint habe ich sie mitten ins Treppenhaus gehängt! Mögen sie uns immer daran erinnern!;-)


Tja und meine Tochter näht gerade fast zu gern - mit 4,5 Jahren ist sie wirklich noch echt klein fürs nähen. Noch läuft das indem sie auf meinem Schoß sitzt, denn ich muss ja auch die Finger im Blick halten und gleichzeitig das Pedal treten. Sie kriegt auf jeden Fall nicht genug und wir haben schon unzählige Filztäschchen hier. Als sie noch mehr produzieren wollte sind mit Chiptäschchen eingefallen - ihr wisst schon, die wo man Einkaufschips reintun kann. Die Idee fand sie gut und hat mit viel Liebe die Stoffe und Webbänder zusammen gestellt. Dank einem Set vom Kaffeeröster konnte sie auch die Anhänger selber zusammenbauen.;-)
Jedenfalls kamen sie gut an bei Ihren Erzieherinnen.

Liebe Grüße LOLO

Dienstag, 11. August 2015

Ein Paar Ufos sind fertig


Erinnert ihr Euch noch? Meine Zwerge von damals? Endlich, endlich habe ich mir ein Herz gefasst und sie mal angekettet.;-) Dafür, dass ja erstaunlich viele Perlen dran sind, ist sie nicht mal so schwer und durch die Art wie sie mit zwei Drähten gemacht ist, bleibt alles an Ort und Stelle und ist gleichzeitig luftig und locker. Ich mag sie sehr. Jetzt habe ich eine Winterkette und eine Sommerkette.*frau


Dann habe ich noch einen Häkelring fertiggestellt nach dem ebook von hier. Sehr angenehm zu tragen - aber irgendwie bin ich nicht glücklich mit der Farbe und so langsam weitet sich das Ringteil zu sehr.*hmm...


 Dann wurde noch der Jahreszeitentisch umdekoriert! Hey, ich hab das nicht gemacht! Echt jetzt! 
 

Ja, sorry, das ich störe, aber sie liegen hier auf meinem Jahreszeitentisch! Naja, oder was davon übrig ist. Irgendwie schien er wohl nicht mehr ganz jahreszeitlich passend mit der Erdbeere, ich sehs ja ein - aber momentan sind doch Ferien. Jaja, schon gut, ich versuche endlich mal Sommerkinder zu machen! ;-)


Und diese Lavaperlen liegen auch eine Ewigkeit in meinen Schränken - die hab ich auch gleich verwurstelt. Deutlich schwerer zu tragen, aber irgendwie so schön klassisch - kann ich sicher mal brauchen.

Tja, das wars ganz kurz und schmerzlos! Wir trödeln hier herum, waren kurz mal weg und jetzt bummeln wir weiter! Herrlich! 

Ein ganz dickes Ufo heb ich mir fürs nächste Mal auf - stay tuned!

Liebe Grüße LOLO


Montag, 3. August 2015

Einmal Paradies und zurück

schnell noch genäht - meine Kugeltasche mit Carlitos

So oft überlege ich, was ich denn jetzt von uns schreiben soll, wenn ihr fragt, wies mir geht. Es ist so schwer darauf zu antworten - es gibt die einen und die anderen Tage. Wir üben uns im Leben sage ich oft, wenn ich gefragt werde, denn das ist es was wir im Kern wieder lernen müssen: zu Leben. Einfach nur zu Leben ohne Sorgen, ohne Ängste, was hinter der nächsten Ecke auf uns warten könnte. Es klingt ganz einfach, ich weis. Für uns ist es aber wirklich nicht einfach. Noch im Krankenhaus haben wir uns eines versprochen: Egal wie es finanziell geht, ein Urlaub muss diesmal drin sein - einer, wie ihn sich die Kinder wünschen - mit Sonne, Meer, Strand und Flugzeug. Genau das haben wir auch gemacht: Mallorca. 10 Tage an Pfingsten.

Bonicactus - ich liebe diese Kugelkakteen!
 Was soll ich Euch sagen? Es war herrlich! Wir haben es so genossen. Seit Jahren haben wir auf so eine Reise verzichtet. Ein Haus zu haben ist toll und wir haben gerne verzichtet, wirklich! Aber für uns war dieser Urlaub das Abtauchen in eine andere Welt - weit weg von unseren Sorgen. Völlig eingenommen von all dem Neuen, dem wir dort begenet sind. Es war sooo schön. Tatsächlich wollte ich das erste Mal in meinem Leben aus einem Urlaub nicht heim... Das ist noch nie passiert. Aber ich wusste natürlich, dass mich zu Hause die Trauer wieder einholt. Es ist so leicht, wenn wir alle zusammen sind. Dann ist unsere Welt in Ordnung.

La Palma - die Kathedrale
 Wir haben richtig viel angeschaut und noch mehr in unserem eigenen Pool geplanscht. Es wurde die Tage dort so langsam richtig warm, am Ende war es heiß. Für uns wars genau richtig. Wir sind im kalten Deutschland gestartet und konnten uns langsam dort eingewöhnen, bevor es dort so langsam hoch ging. Unser Haus war ein Traum. Wunderschön und modern mit eigenen Pool. Die Kinder waren hin und weg. Manchmal mussten wir sie schon zum Strand ziehen. Aber Muscheln suchen und im Sand buddeln waren dann doch auch ganz gut...;-)
Ich weis gar nicht, ob jemand das nachvollziehen kann, der nicht etwas ähnliches wie wir erlebt hat - aber so ein Urlaub ist wirklich Balsam für die Seele. 

Um so mehr habe ich geschluckt, als wir wieder zu Hause waren. Die Trauer und die Tränen kommen und gehen. Daran habe ich mich gewöhnt. Das ist jetzt eben so bei uns, bei mir denke ich dann. Nicht immer können andere das verstehen, aber das ist mir inzwischen egal. Unsere Trauergedanken, unsere Wege sind anders als die von Trauernden, die um jemand trauern, den sie wirklich gekannt haben. Wir haben unseren Sohn ja nur vage gekannt. Manches schmerzt mehr, z. B. dass wir ihn eben nicht gekannt haben und doch ist es auch ein kleiner Schutz für uns und eben auch wieder nicht. Das Leben wird nicht schlechter, das denke ich kann ich jetzt sagen - aber jeder Tropfen Leben wird intensiver. Das Leben ist nicht mehr schwarz oder weiß - ich habe das Gefühl jetzt erst sehen zu können wie viele Farben es hat, die ich vorher nicht immer wahrnehmen konnte. Ich bin so dankbar für mein Leben, für meine Gesundheit, für die meiner Kinder und meines Mannes - tief und ehrlich dankbar.
... Trauer ist wie die Meeresbrandung habe ich von jemand gesagt bekommen - und das ist war. Erst geht es hoch und runter und dann langsam, ganz langsam werden die Wellen etwas weniger hoch. Der Schmerz nimmt an Schärfe ab. Ich bin noch nicht mit meinen Wellen am Strand, aber ich kann wieder Luft holen bevor die nächste Welle kommt. 
 
manchmal ist Schnecke sein nicht verkehrt im Leben - diese zwei habe ich mit den Kindern gefilzt

Manchmal, so wie nach dem Urlaub möchte ich verzweifeln, wenn die Trauer wieder kommt. Es wäre so oft leichter aufzugeben. Aber ich habe meine Kinder, ich habe noch was vor hier - es ist also keine Alternative. Ich habe mich bisher zurückgekämpft ins Leben: 2x die Woche walken (und viele Male noch mehr), 1x die Woche Reiten, 1x die Woche Pilates, Harfe spielen, 10 kg abgenommen und sich ab und an mal hängen lassen in der Trauer, wenn sie eben wieder kommt. Ich bin stolz auf mich! (ehrlich - sonst hatte ich nach zwei Jahren den Speck noch nicht runter nach der Enbindung meiner beiden ersten Kinder)
Der Urlaub war auf unserem Weg eine richtig große Hilfe. 

Wir gehen unseren Weg weiter!
Liebe Grüße LOLO

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